Home » Definition von Fonds
 
Definition Investmentfond PDF Drucken E-Mail

In einem Investmentfonds wird das Geld der Anleger gesammelt und in unterschiedliche Anlagebereiche investiert. Eine in- oder ausländische Kapitalanlagegesellschaft (KAG) bündelt diese Gelder, um sie nach vorher festgelegten Anlagezielen nach dem Prinzip der Risikostreuung beispielsweise in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Geldmarkt oder Immobilien anzulegen.

Durch den Kauf von Investmentfond-Anteilen wird der Anleger Miteigentümer. Er bekommt einen Anspruch auf die Rückgabe seiner Anteile zum gültigen aktuell gültigen Rücknahmepreis und eine Gewinnbeteiligung.

Das Vermögen des Fonds, dass von professionellen Managern verwaltet wird, ist nach Recht der Bundesrepublik Deutschland Sondervermögen. D.h., die Anlagen müssen strikt vom Vermögen der jeweiligen Investmentgesellschaft getrennt werden. So ist der Vermögenserhalt auch bei der Insolvenz der Gesellschaft garantiert.

Der Gesamtbetrag des Sondervermögens bzw. das Fondsvolumen steigt durch neue Einlagen von Anlegern und durch erwirtschaftete Kurs-, Dividenden- und/oder Zinsgewinne. Umgekehrt kann dieser durch Rückerstattung von Anteilen der Anleger oder Verluste auch fallen. Die Ausgabe oder Rücknahme von Anteilen hat keinen Einfluss auf den Wert des einzelnen Anteils.

Alle in Deutschland zum Verkauf zugelassenen Investmentfonds unterliegen der Aufsicht des Bundesaufsichtsamtes für Finanzen (BaFin). Derzeit werden über 8.000 verschiedene Investmentfonds in Deutschland angeboten.

Bei der Art der Beteiligungsmöglichkeit unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Fonds:

  • Das Vermögen und die Menge der Anteilscheine ist bei offenen Fonds quasi unbegrenzt. D.h., man kann sich zu jeder Zeit an offenen Fonds beteiligen oder Anteilsscheine abstossen. Anteile können börsentäglich gehandelt werden. Weitere Informationen zu offenen Fonds finden Sie unter der Rubrik "Fondsarten".
  • Geschlossene Fonds werden meist als Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH & Co. KG) konzipiert. Eine Beteiligung ist nur innerhalb des Platzierungszeitraums möglich, in dem die Kommanditanteile zum Verkauf an Investoren angeboten werden. Nach Abschluss der Platzierung wird der Fonds geschlossen und eine weitere Beteiligung ist nicht mehr möglich. Erwerber von Anteilen geschlossener Fonds werden Unternehmer mit allen Chancen und Risiken.

Geschlossene Fonds investieren häufig neben Immobilien beispielsweise auch in Schiffe (Schiffsfonds), Wind- oder Solarkraftanlagen und Filmprojekte (Medienfonds). Außerdem gibt es geschlossene Fonds, die in gebrauchte so genannte Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen (US-Life, Britische Leben, Deutsche Leben) investieren.

Venture-Capital oder Private-Equity-Gesellschaften sammeln ebenfalls Anlegergelder in geschlossenen Fonds.

 


Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt einfach-fonds.de steht zum Verkauf Besucherstatistiken von einfach-fonds.de etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse