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Welche Steuern fallen bei Fonds an? PDF Drucken E-Mail

Investmentfonds-Anleger werden nach deutschem Steuerrecht genauso gestellt, wie Direktanleger in Aktien oder Immobilien.

Derzeit gilt wie für alle anderen Wirtschaftsgüter auch für Fonds noch die 12 Monatige Spekualtionsfrist. Wenn Sie also innerhalb der ersten 12 Monate nach Fondserwerb diesen mit Gewinn verkaufen, müssen Sie den Gewinn versteuern, sofern er über den Freibetrag von derzeit 512 Euro hinausgeht. Für langfristig ausgerichtete Anleger, die z. B. zum Zwecke der Vermögensbildung über Jahre in Fondssparpläne investieren, spielte die Spekulationsfrist bislang keine Rolle. Zins- und Dividendenerträge sind voll zu versteuern, und zwar nach dem Halbeinkünfteverfahren. D.h. dass die Hälfte des aus Dividenden und Zinsen zustandegekommen Ertrags versteuert werden muss.

Im Zuge der Neuregelungen des Steuerrechts ab dem Jahr 2009 entfällt die Spekulationsfrist und es gilt eine einheitliche Besteuerung von 25% auf alle Kursgewinne. Die so genannte Abgeltungssteuer wird dann unabhängig von der Haltefrist von Aktien oder Investmentfondanteilen erhoben. Lesen Sie dazu auch unser Themenspezial "Abgeltungssteuer".

Besteuerung von Rentenfonds
Rentenfonds erzielen ihre Gewinne durch Kurssteigerungen und Zinserträge. Die Kursgewinne werden wie bei Aktienfonds nach einem Jahr nicht versteuert. Die Zinserträge müssen mit der Kapitalertragssteuer und dem Solidaritätzszuschlag versteuert werden, sobald der Freistellungsauftrag nicht mehr ausreicht.

Zur Vereinfachung für den Anleger sind alle Geldinstitute verpflichtet dem Anleger eine Übersicht der entstandenen Gewinne aus Wertpapiergeschäften zum Jahresende zur Verfügung zu stellen. Damit soll sichergestellt werden, dass alle innerhalb der Spekulationsfrist erzielten Gewinne auch steuerlich erfasst werden können.

Das deutsche Steuerrecht gilt für in- und ausländische Fonds, die ihren öffentlichen Vertrieb in Deutschland angemeldet haben. Die Fondsgesellschaften sind verpflichtet jedem Anleger über Ausschüttungen bzw. am Ende des Geschäftsjahres eine steuerliche Mitteilung zukommen zu lassen. Dieser Mitteilung können Sie genau entnehmen, welcher Euro-Betrag per Fondsanteil zu versteuern ist. Dieser Betrag muss von Ihnen in die KSO zur Einkommensteuer übertragen werden. Ihr Freistellungsbetrag kann vorher in der noch verfügbaren Höhe abgezogen werden.

Bei Fondsgesellschaften mit Sitz in den USA gilt eine steuerliche Besonderheit, wenn Doppel-Besteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA geschlossen wurden. Bei offenen Immobilienfonds sind ca. 35% - 45% der Erträge steuerfrei, da die Abschreibungen der Immobilien steuermindernd auf jeden Anleger umgerechnet werden.

Im Zweifelsfall wenden Sie sich am Besten an Ihr Finanzamt oder Ihren Steuerberater.

 


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